Polen hat auch in diesem Jahr wieder bewiesen, dass der Eurovision Song Contest ein fester Termin im TV-Kalender des Landes ist. Für den öffentlich-rechtlichen Sender TVP wurde der Samstagabend live aus der Wiener Stadthalle zu einem vollen Erfolg, selbst wenn das ganz große Quoten-Feuerwerk der vergangenen Jahre diesmal ausblieb. Dennoch saßen Millionen vor den Bildschirmen, als es in Europa um die Musik-Krone ging.
Einschalt-Höhepunkt beim polnischen Auftritt
Im Durchschnitt verfolgten 2,5 Millionen Zuschauer das große Finale der 70. Ausgabe des ESC live auf den Sendern TVP1 und TVP Polonia. Das entsprach einem starken Marktanteil von 33,8 Prozent – ein Wert, der sich im europäischen Vergleich absolut sehen lassen kann.
Besonders spannend wird es beim Blick auf den absoluten Höhepunkt des Abends: Als die polnische Hoffnungsträgerin Alicja Szemplińska die Bühne betrat, um ihren Song „Pray“ anzustimmen, schnellten die Kurven massiv nach oben. In diesem Moment fieberten Spitzenwerte von 3,3 Millionen Menschen gleichzeitig mit. Dennoch muss die Statistik ein kleines Minus verkraften. Im Vergleich zum Vorjahr sank die durchschnittliche Zuschauerzahl um 850.000 Musikfans, und auch der Marktanteil verlor 2,8 Prozentpunkte. Experten führen diesen Rückgang vor allem darauf zurück, dass Polen im Vorjahr mit Justyna Steczkowska einen absoluten Megastar ins Rennen geschickt hatte, während die weniger etablierte Alicja es beim breiten Massenpublikum etwas schwerer hatte, das ganze Land zu mobilisieren.
Respektabler zwölfter Platz für Alicja und „Pray“
Trotz des leichten Quoten-Rückgangs in der Heimat lieferte Alicja in Wien eine absolut fesselnde und stimmgewaltige Performance ab. Die Künstlerin steckte spürbar viel Herzblut in ihren dramatischen Titel „Pray“ und meisterte die riesige ESC-Bühne mit Bravour.
Das Daumendrücken an den Bildschirmen zahlte sich letztlich aus. Im extrem stark besetzten Finale erkämpfte sich Alicja mit insgesamt 150 Punkten einen absolut respektablen zwölften Platz und landete damit im sicheren oberen Mittelfeld. Ein riesiger Erfolg für die polnische Delegation war dabei vor allem der Zuspruch der Experten. Bei der Punktevergabe durfte sich Polen über die absolute Höchstwertung freuen: Gleich vier Fachjurys – nämlich aus dem Gastgeberland Österreich, aus Belgien, Deutschland und Moldau – ließen die vollen 12 Punkte für „Pray“ springen. Eine verdiente Anerkennung für diesen eleganten Auftritt.
Was haltet ihr vom polnischen Ergebnis?
Glaubt ihr, dass Justyna Steczkowska im Vorjahr einfach zu große Fußstapfen hinterlassen hat, oder hättet ihr Alicja mit „Pray“ im Finale sogar einen Platz in den Top 10 zugetraut? Teilt eure Gedanken mit uns und schreibt eure Meinung unten in die Kommentare!









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