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Quoten-Dämpfer im Mutterland des Pop: Schweden verbucht schwächstes ESC-Finale seit 2010

Wenn es ein Land gibt, das den Eurovision Song Contest im Blut hat, dann ist es Schweden. Doch selbst im sonst so ESC-verrückten Norden gab es beim großen Finale der 70. Ausgabe des Wettbewerbs in Wien eine regelrechte Quoten-Abkühlung. Der öffentlich-rechtliche Sender SVT musste am Samstagabend einen empfindlichen Dämpfer hinnehmen und blickt auf die magersten TV-Zahlen seit über anderthalb Jahrzehnten.

Trotz Tagessieg: Ein historischer Zuschauerschwund für SVT

Im Durchschnitt verfolgten am Samstagabend 1.949.000 Zuschauer das Spektakel live auf SVT 1. Obwohl die Show damit immer noch die meistgesehene TV-Sendung des gesamten Tages in Schweden war, offenbart der historische Vergleich ein echtes Quoten-Tief. Es ist das erste Mal seit dem Jahr 2010, dass die magische Zwei-Millionen-Marke bei einem Finale gerissen wurde. Damals scheiterte das Land in der norwegischen Hauptstadt Oslo sensationell im Halbfinale.

Besonders bitter ist der Verlust im Vergleich zum Vorjahr: Satte 628.000 Musikfans schalteten diesmal weniger ein als noch 2025, als Schweden mit großen Siegchancen nach vorne blickte. Dass das schwedische Publikum bei einem ausbleibenden Favoritenstatus so drastisch das Interesse verliert, ist für diese stolze ESC-Nation fast schon ein kleiner Schock.

Die schwedischen Zahlen der ESC-Woche im Überblick

Schon unter der Woche zeichnete sich das verhaltene Interesse ab. Während das erste Halbfinale mit schwedischer Beteiligung noch die Millionen-Grenze knackte, fiel das zweite Halbfinale spürbar ab.

Die Einschaltquoten für Schweden im Detail:

  • Erstes Halbfinale: 1.149.000 Zuschauer
  • Zweites Halbfinale: 849.000 Zuschauer
  • Großes Finale: 1.949.000 Zuschauer

Schmerzhafter Absturz für Felicia und „My System“

Der Grund für die gedämpfte Stimmung im Land dürfte eng mit dem Abschneiden der schwedischen Hoffnungsträgerin verknüpft sein. Die talentierte Felicia ging in der Wiener Stadthalle mit dem modernen Titel „My System“ an den Start, nachdem sie sich im ersten Halbfinale noch souverän qualifiziert hatte.

Im großen Finale kam das skandinavische Pop-System jedoch unerwartet heftig ins Stocken. Felicia landete am Ende mit mageren 51 Punkten auf einem enttäuschenden 20. Platz im hinteren Klassement. Das ist das schlechteste schwedische Finalergebnis seit dem Jahr 2009, als Malena Ernman in Moskau mit ihrem Chanson-Pop-Mix „La Voix“ auf dem 21. Platz landete. Nach all den glorreichen Top-Platzierungen der letzten Jahre fühlt sich dieser 20. Platz für das erfolgsverwöhnte Schweden wie eine kalte Dusche an.

Was sagt ihr zu dem schwedischen Ergebnis?

Woran lag es eurer Meinung nach, dass Felicia mit „My System“ so weit hinten gelandet ist? Und hat euch der schwedische Beitrag in diesem Jahr auch so wenig abgeholt wie das TV-Publikum in der Heimat? Hinterlasst uns eure Gedanken dazu gerne unten in den Kommentaren!

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