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Quoten-Tief in Portugal: Das am wenigsten gesehene ESC-Finale seit 2019

Ein Eurovision-Finale ohne Beteiligung des eigenen Landes verliert auf einen Schlag massiv an Reiz. Diese schmerzhafte Erfahrung musste am vergangenen Samstagabend auch der portugiesische Rundfunk RTP machen. Nachdem der Traum vom großen Finale für die südeuropäische Nation vorzeitig platzte, zeigten die Zuschauer in der Heimat der Show die kalte Schulter. Die nackten Zahlen aus Portugal für das Finale der 70. Ausgabe des ESC in Wien sind der Tiefpunkt einer ansonsten glanzvollen ESC-Woche.

Ein dramatischer Absturz in der Zuschauergunst

Im Durchschnitt verfolgten lediglich 465.000 Zuschauer das furiose Finale live auf RTP 1. Damit sicherte sich die Übertragung einen Marktanteil von 11,2 Prozent. Dass ein vorzeitiges Ausscheiden wehtut, zeigt sich beim brutalen Vergleich zum Vorjahr: Im Vergleich zum Finale 2025 brach die Reichweite um stolze 401.000 Musikfans ein, während der Marktanteil um heftige 11,3 Prozentpunkte nach unten rasselte.

Damit verbuchte Portugal das geringste Publikumsinteresse an einem ESC-Finale seit dem Jahr 2019 – damals scheiterte das Land in Tel Aviv ebenfalls im Halbfinale. Es ist wirklich jammerschade, dass die Euphorie in Portugal nach dem bitteren Halbfinal-Aus so rapide verflogen ist, denn das Finale in der Wiener Stadthalle hätte definitiv ein größeres Publikum verdient gehabt.

Die portugiesischen Quoten im Überblick

Das nachlassende Interesse zog sich wie ein roter Faden durch die Eventwoche. Während das erste Halbfinale mit portugiesischer Beteiligung noch ein ordentliches Stammpublikum anlocken konnte, stürzte die zeitversetzte Übertragung des zweiten Halbfinals komplett ab.

Die Einschaltquoten für Portugal im Detail:

  • Erstes Halbfinale: 409.000 Zuschauer (Marktanteil unbekannt)
  • Zweites Halbfinale (zeitversetzt): 188.000 Zuschauer (7,3% Marktanteil)
  • Großes Finale: 465.000 Zuschauer (11,2% Marktanteil)

Das knappe Aus für Bandidos do Cante und „Rosa“

Verantwortlich für die gedämpfte Stimmung im Land war das vorzeitige Scheitern der Bandidos do Cante. Die Gruppe vertrat Portugal im ersten Halbfinale mit dem stimmungsvollen Song „Rosa“ und lieferte auf der Wiener Bühne einen absolut soliden und authentischen Auftritt ab.

Am Ende reichte es im harten Halbfinal-Kampf jedoch denkbar knapp nicht für das begehrte Ticket für den Samstagabend. Bandidos do Cante landeten im ersten Halbfinale mit insgesamt 74 Punkten auf dem unglücklichen zwölften Platz. Das bittere Aus setzte sich aus 39 Punkten der internationalen Fachjurys und 35 Punkten aus dem weltweiten Televoting der Zuschauer zusammen. Nur wenige Zähler fehlten für den Einzug ins Finale – ein wirklich unglückliches Ergebnis für die portugiesische Delegation.

Was denkt ihr?

Haben Bandidos do Cante mit „Rosa“ das Finale unverdient verpasst oder ging das Halbfinal-Aus in Ordnung? Und könnt ihr verstehen, dass die portugiesischen Fans nach dem Ausscheiden kollektiv abgeschaltet haben? Schreibt uns eure Meinung gerne unten in die Kommentare!

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