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Heimspiel-Boom in Österreich: Das erfolgreichste ESC-Finale seit 2015

Was für eine furiose ESC-Woche liegt hinter der Alpenrepublik! Als Gastgeber der 70. Ausgabe des Eurovision Song Contest zog Wien in den vergangenen Tagen die Blicke der gesamten Musikwelt auf sich. Und dieser Heimspiel-Faktor hat sich für den öffentlich-rechtlichen Sender ORF beim großen Finale am Samstagabend als absoluter Quoten-Garant erwiesen. Die Österreicher waren im kollektiven ESC-Fieber und bescherten dem Sender ein historisches Ergebnis.

Ein sensationeller Quoten-Segen für den ORF

Durchschnittlich 1.573.000 Zuschauer verfolgten das gigantische Spektakel am Samstagabend live auf ORF 1. Diese Zahl ist ein echter Meilenstein: Im Vergleich zum Finale des Vorjahres schalteten imposante 676.000 Menschen mehr ein.

Völlig surreal wird es beim Blick auf den Marktanteil. Sensationelle 78 Prozent der Fernsehzuschauer entschieden sich am Samstag für die Live-Übertragung aus der Wiener Stadthalle. Das bedeutet, dass fast vier von fünf eingeschalteten TV-Geräten im Land auf den ESC eingestellt waren. Um ein ähnlich großes Publikum vor den Bildschirmen zu finden, muss man elf Jahre zurückblicken: Letztmals wurden im Jahr 2015 so hohe Werte gemessen – also genau in dem Jahr, in dem Österreich den Contest davor zum letzten Mal in Wien ausrichten durfte. Es zeigt sich wieder einmal, dass die Österreicher einfach fantastische und treue Gastgeber sind, die ein solches Event mit Haut und Haaren mitleben.

Die Quoten der Festspiel-Woche im Überblick

Schon im Vorfeld des Finales zeichnete sich ab, dass der ORF mit Traumquoten rechnen durfte. Bereits die beiden Halbfinals lockten ein großes Publikum vor die Bildschirme, wobei das zweite Halbfinale mit österreichischer Beteiligung die Nase vorn hatte.

Die Einschaltquoten für den ORF im Detail:

  • Erstes Halbfinale: 622.000 Zuschauer (30% Marktanteil)
  • Zweites Halbfinale: 680.000 Zuschauer (32% Marktanteil)
  • Großes Finale: 1.573.000 Zuschauer (78% Marktanteil)

Bitterer Abend für Cosmó und „Tanzschein“

So fantastisch die Stimmung in der Halle und vor den Fernsehbildschirmen auch war, beim Voting folgte für das Gastgeberland leider das bittere Erwachen. COSMÓ ging auf heimischem Boden mit dem Titel „Tanzschein“ an den Start und hatte das Publikum in Wien eigentlich voll auf seiner Seite.

Bei der Punktevergabe kam der Beitrag international jedoch unter die Räder. Am Ende reichte es mit mageren 6 Punkten nur für den enttäuschenden 24. Platz im Finale. Ein wirklich schmerzhaftes und unverdientes Ergebnis für eine ansonsten makellose Gastgeber-Show. Die magere Punkteausbeute setzte sich aus einem einzigen Punkt der Fachjury aus Luxemburg und immerhin 5 Punkten vom treuen Publikum aus Deutschland zusammen.

Jetzt ist eure Meinung gefragt!

Hat COSMÓ mit „Tanzschein“ diesen harten Absturz auf Platz 24 verdient oder war der Song im Finale unterbewertet? Und wie beurteilt ihr den gigantischen Quoten-Erfolg des ORF? Hinterlasst uns eure Gedanken dazu gerne in den Kommentaren!

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