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Quoten-Dämpfer in Frankreich: Über eine Million Zuschauer weniger als im Vorjahr

Das französische Fernsehpublikum hat dem Eurovision Song Contest in diesem Jahr ein wenig die kalte Schulter gezeigt. Während Frankreich in den letzten Jahren regelmäßig mit fantastischen Einschaltquoten glänzen konnte, musste der Sender France 2 beim diesjährigen Finale der 70. Ausgabe des ESC in Wien einen deutlichen Dämpfer hinnehmen. Das Publikumsinteresse ging im Vergleich zum Vorjahr spürbar zurück.

Der Vergleich zum Vorjahr schmerzt

Im Durchschnitt verfolgten am Samstagabend 3.986.000 Zuschauer den Auftritt von Monroe auf der großen ESC-Bühne. Obwohl ein Marktanteil von 33,3 Prozent für France 2 auf den ersten Blick immer noch nach einem soliden Erfolg aussieht, offenbart der Blick auf die Statistik ein dickes Minus. Im Vergleich zum Finale 2025 brach die Reichweite um beachtliche 1.298.000 Zuschauer ein. Auch beim Marktanteil ging es um 6,7 Prozentpunkte nach unten.

Damit verbuchte Frankreich das schwächste ESC-Zuschauerinteresse seit dem Jahr 2023, als La Zarra das Land in Liverpool vertrat. Woran hat es gelegen? Ein wichtiger Grund für das geschrumpfte Interesse dürfte der Bekanntheitsgrad der Künstlerin sein. Während Frankreich in den Jahren 2024 und 2025 mit Slimane und Louane zwei absolute Megastars der heimischen Musikindustrie ins Rennen schickte, die das ganze Land mobilisieren konnten, hatte es die weniger etablierte Monroe in diesem Jahr beim breiten TV-Publikum sichtlich schwerer. Das ist unglaublich schade, denn die französische Delegation hat in den letzten Jahren eigentlich bewiesen, wie viel Herzblut sie in den Contest steckt.

Ein elfter Platz für Monroe und „Regarde !“

Trotz des schwindenden Interesses vor den heimischen Bildschirmen lieferte Monroe in der Wiener Stadthalle eine starke Performance ab. Sie vertrat die Grande Nation mit dem eleganten Chanson „Regarde !“ und landete im großen Finale mit insgesamt 158 Punkten auf einem absolut respektablen elften Platz – womit sie die Top 10 nur denkbar knapp verpasste.

Beim genauen Blick auf die Punkteverteilung zeigt sich jedoch eine extreme Spaltung zwischen den Experten und den Fans an den Telefonen. Die internationalen Jurys zeigten sich absolut begeistert von „Regarde !“ und spülten alle 158 Punkte auf das französische Konto. Monroe durfte sich dabei sogar über die Höchstwertung von 12 Punkten aus Finnland, Georgien und dem Vereinigten Königreich freuen. Beim weltweiten Publikum kam der Beitrag dagegen überhaupt nicht an: Magere 14 Punkte gab es im Televoting für Frankreich. Eine bittere Diskrepanz, die Monroe so definitiv nicht verdient hat.

Was ist eure Meinung?

Woran lag es eurer Meinung nach, dass das französische Publikum diesmal so verhalten eingeschaltet hat? Und wie bewertet ihr das extreme Ungleichgewicht zwischen Jury- und Publikumsvoting bei Monroe? Schreibt es uns unten in die Kommentare!

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